Einfache Kuchenrezepte: der Deppenkuchen.

Eine schlechte Bäckerin zu sein hat durchaus seine Vorteile: Man wird nie gebeten, einen Kuchen zu backen. Nicht für Schulfeste, nicht für Vereinsfeiern oder irgendwelche Partys. Ja, man ist fein raus – ist der Ruf erstmal ordentlich ruiniert. Und nicht nur das: Man hat auch immer eine nette Anekdote parat. Zum Beispiel die von den blauen Plätzchen zur Weihnachtsfeier des Sportvereins. Oder die des Apfelkuchens, der so toll in der Form aussah – und doch verbrennen musste, weil die Hausfrau räusper versehentlich die Mikrowelle zugeschaltet hatte. Physikalisch gesehen war der Kuchen aber höchst spannend, doch doch!

Nicht backen zu können, hat aber auch seine Nachteile. Zum Beispiel, weil man es auch dann nicht kann, wenn man es dann doch mal wirklich will: Zu den Geburtstagsfeiern der Liebsten, die Vanillekipferl an Weihnachten – oder einfach, um alle lügen zu strafen, die behaupten, man könne es nicht. (Ist ja auch irgendwie eine Stolzfrage, gell! ;-))

Ja, es war ein wenig fatal – mit mir und der Bäckerei. Bis mir der Deppenkuchen begegnete. Der heißt übrigens nicht so, weil man Deppen reinschnipselt – sondern weil er so einfach ist, dass selbst Backidioten (wie ich) ihn nicht vermasseln. Einschränkung: Beim letzten Mal ist mir die Kruste nicht so optimal gelungen, aber da hatte ich dann auch die Milch vergessen. Das Vergessen von Zutaten ist nämlich mein besonderes Talent in Sachen Backen. Deshalb ist es wichtig, dass die Anzahl der Zutaten sehr übersichtlich ist. SEHR ÜBERSICHTLICH! :-) Aber selbst das ist keine Garantie, wie ich kürzlich erfahren musste ... ;-)

Jetzt bist du sicher gespannt, was für ein Rezept hinter dem Deppenkuchen steckt. Und hier kommt es auch schon!

Für den Boden (jaaaaaa, es gibt noch was oben drauf! Ist ja nicht wie bei Nicht-Bäckern!)

1 Becher Sahne
2 (Sahne-)Becher Mehl
1 Becher Zucker
3 Eier
1 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Zitronenaroma

Alles mit der Küchenmaschine gut verquirlen und auf ein gefettetes Backblech mit höherem Rand geben. 15 Minuten bei 160 Grad backen.


Und dann kommt das Leckerste: die Mandelkruste!! Dazu nimmst du

200 Gramm Mandelblättchen

und verteilst sie auf dem halbfertigen Boden. Dann schmilzst du

150 Gramm Butter
1 Becher Zucker
2 Päckchen Vanillezucker
3 Esslöffel Milch (nicht vergessen, sonst zergeht der Zucker aus unerfindlichen Gründen nicht. Selbst ausprobiert ...)

und gibst diese Masse über die Mandeln. Dann noch mal 5 bis 10 Minuten backen.

Und fertig! :-) Dauert nicht mehr als 30 Minuten, ich schwöre.

So, und jetzt noch zur Variation: Statt der Mandelmasse kannst du dem Kuchen auch ein Sahne-Baiser-Häubchen verpassen (Tipp dazu kam übrigens von der Sachertortenbäckerin Britta – vielen Dank auch!)

Dazu

1 Becher Sahne
1 Päckchen Sahnesteif
1 Päckchen Vanillezucker

verschlagen. Darunter zerkleinertes Baiser und Obst mischen. Ich habe es mit Erdbeeren ausprobiert, sicher gehen auch Heidelbeeren, Brombeeren, Himbeeren und Ananas. Schmeckt ebenfalls sehr lecker und ist total easy!

Ja, irgendwie ist es schon ziemlich lecker, nicht backen zu können! :-)

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Kommentare

  1. Liebe Susanne,

    danke! Da ich nämlich auch sowas von talentfrei bin, was das Backen angeht, werde ich diesen Kuchen an Ostern ausprobieren, um den Besuch zu beglücken. Hoffentlich wird er so lecker, wie er auf deinem Bild aussah.

    Herzliche Grüße

    Miriam

    Miriam am Samstag, 07. April 2012 um 10:07 AM
  2. Oh, der gelingt dir bestimmt! Und lecker ist er allemal.

    Guten Appetit!

    Susi am Sonntag, 08. April 2012 um 06:34 AM
  3. Der Döppekooche (mmh!) ist mir bekannt, aber den Deppenkuchen kannte ich noch nicht. ;-)
    Frage mich gerade, wie der Besuch reagieren würde .... “Oh, du hast extra für uns gebacken! Was ist das für ein Kuchen?” ....
    Ich backe häufig und werde gerne Dein Rezept ausprobieren. Danke!

    Alexandra am Samstag, 30. März 2013 um 05:23 PM
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