Werbestoßseufzer.

Manchmal, nur leider viel zu selten, gibt es sie, die großartige Werbung. Werbung, bei der man richtig gerne hinguckt, Spaß hat. Und sich wünscht, die Werbepause möge ewig dauern. Werbung wie diese:

Auf Basic Thinking gibt es dazu noch ein paar ganz interessante Hintergrundinfos.

Ach, und wenn ich mir noch was wünschen darf, dann hätte ich so eine Show bitte gerne am Dienstagfrüh am Bahnhof Pfaffenhofen an der Ilm. Danke.

Susanne Ackstaller am Samstag, 24. Januar 2009 um 07:58 PM

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Kommentare

  1. Und dafür haben sich die Leute von Improv Everywhere verkauft?  Meh.

    doppelfish am Samstag, 24. Januar 2009 um 07:48 PM
  2. Wieso - passt doch:

    “About Us:
    Improv Everywhere causes scenes of chaos and joy in public places.”

    Oder ist Geld böse ...? ;-)

    Susanne Ackstaller am Samstag, 24. Januar 2009 um 08:04 PM
  3. Nein, es passt nicht.  Die Aktion war nicht überraschend und zur Erheiterung von Menschen, die sich zufällig in der Umgebung befanden, sondern eine geplante Handlung mit eigens beigebrachten Akteuren und Statisten.

    Die Reputation von Improv Everywhere stammt aus Aktionen, die nicht durch Geld motiviert waren, die zum Teil sogar konsumkritisch waren.  Der Name - Improv - verkörpert ja gerade die Ablehnung des Fertigen, Vorgefertigten, von Massenware und Massenunterhaltung, und die Ermunterung zu eigenen und eigenständigen Handeln, Denken.  Zur eigenen Kreativität, anstatt mit dem Strom zu schwimmen.  Eigenes zu kreieren, anstatt fertiges zu kaufen.  Mit Geld zu kaufen.  Sich durch eigene Fähigkeiten, Geschicklichkeit und Phantasie zu definieren, Everywhere, nicht durch mit Geld bezahlte Konsumgüter.

    Das ist - oder besser, das war mal - das genaue Gegenteil von dem, wofür Werbung steht.

    doppelfish am Samstag, 24. Januar 2009 um 08:32 PM
  4. naja, mag ja sein. Aber ... ist das nicht wieder typisch deutsches Dogma? :-)

    Susanne Ackstaller am Samstag, 24. Januar 2009 um 08:44 PM
  5. Wow. Ich finde, Claim, Abbinder und Geldgeber nehmen dem Happening nix von seiner Botschaft und Wirkung. Es kann doch nicht immer nur entweder-oder geben, warum nicht beides, Geld und Spaß? Für eine Werbebotschaft ist es mal wieder eine schön große Message, aber dabei nicht so furchtbar schulmeisternd und ernst wie in vielen Imagespots (aber ist ja auch britisch, nicht deutsch). Das nenn ich Empathie wecken. Ich will auch mal wieder tanzen! :-)

    Tina am Samstag, 24. Januar 2009 um 09:08 PM
  6. Es ist jedenfalls meine Meinung.  Daß es irgendjemandens Dogma ist oder sein könnte, mag sein.  Aber das hindert mich nicht daran, dies als Meinung zu haben.

    doppelfish am Samstag, 24. Januar 2009 um 11:51 PM
  7. Diese Antwort erschließt sich mir nicht so ganz.

    Was mich interessieren würde:
    “Das ist - oder besser, das war mal - das genaue Gegenteil von dem, wofür Werbung steht.”

    Was hat sich denn da geändert, warum war das mal?

    Es ist ja eigentlich logisch, dass bei so ähnlichen Angeboten auf dem Handymarktmit Emotionen, mit Identifizierung und (Lebens-)Gefühl gearbeitet wird, da wählt man die Marke und die muss eine eigene Persönlichkeit haben. Und auch Flash Mob und Co. nutzen zur Koordinierung ihrer Ereignisse bestimmt Handys. :-)

    Übrigens stand da doch, dass für den Spot “unschuldige Briten” gecastet wurden, also musste wahrscheinlich niemand der Erfindergruppe seine Seele verkaufen, nur die Idee wurde gekapert, quasi. Und nicht für einen schlimmen Zweck, denn diese Art Werbung vermittelt neben der Werbung doch echt noch mehr. Find ich.

    Tina am Sonntag, 25. Januar 2009 um 12:31 AM
  8. @doppelfish: Oh bitte. :-) Hab ruhig deine Meinung - ich habe meine. Das ist doch völlig okay, oder? :-)

    Susanne Ackstaller am Sonntag, 25. Januar 2009 um 01:10 AM
  9. Es war einmal vor ewig langer Zeit, als ein kleiner argentinischer Fussballer ein gottgleicher Superstar in Italien war, da stapfte ich den Corso Vittorio Emanuele entlang und vor mir begann jemand ein Kinderlied zu singen, das wir gerade gelernt hatten. Wir sangen mit und der Obsthändler fing den Rhythmus auf, die an der Ampel stehenden Autofahrer auch und im Nullkommanix sang die ganze Strasse mit, auf Hunderten von Metern. Das werde ich nie vergessen, und niemand hat’s geplant. Es dauerte unglaublich 15 Minuten, dann verbröselte sich der Song allmählich. Danke fürs Erinnern!

    o mamma mamma mamma
    o mamma mamma mamma
    sai perchè mi batte il corazon?
    ho visto maradona
    ho visto maradona
    hey mammà innamorato son :-))

    Melody am Sonntag, 25. Januar 2009 um 09:51 AM
  10. Meine erste Reaktion (und eine weitere hatte ich irgendwie nicht) war ähnlich wie die von doppelfish: Na toll. Nicht, weil ich Geld oder Unternehmen böse finde, sondern weil es einfach *so sehr* abgekupfert ist und sich die Begeisterung und Gänsehaut, die ich beim Anblick (nur auf Youtube, wohlgemerkt, ich war leider nicht live dabei) dieser Improv Everyhwere Aktion am Bahnhof hatte, hier nun überhaupt nicht einstellen wollten. Klar, es sieht nett aus. Aber es wirkt trotzdem künstlich. Es fehlt das Geniale des Originals, als da wäre:
    1. Es war wirklich überraschend.
    2. Es funktionierte mit supereinfachen Mitteln. Bei diesem Ding hier brauchten sie Leute, die wirklich tanzen können, sie mussten eine Choreografie einstudieren und vor allem eine Musikbeschallung haben.

    Letztendlich ist es ein schön gemachter Werbespot, aber mehr nicht. Nicht aufregend, nicht originell und nicht atemberaubend. Man hat eine Idee genommen, die in ihrer Einfachheit genial war, und sie mit genug Geld und logistischem Aufwand nachgespielt. Natürlich gibt es blödere Werbung. Aber darum geht es ja nicht.

    Julia am Sonntag, 25. Januar 2009 um 10:25 PM
  11. P.S. “Life is for sharing”?! Und was ist mit der Farbe Magenta, liebe Telekom? Ist die auch für alle da? Zum Teilen? Oder möchtet Ihr da immer noch Markenschutz drauf haben?

    Ich korrigiere mich: Die Telekom samt angegliederten Unternehmen finde ich doch ein bisschen böse. Dabei bin ich sogar deren Kundin.

    Julia am Sonntag, 25. Januar 2009 um 10:36 PM
  12. Ich kannte Improv Everywhere vorher nicht - und deswegen habe ich auch keinen Vergleich. Für mich ist das schlichtweg Werbung, die hängenbleibt und mir Spaß macht. Das waren meine einzigen Maßstäbe.

    Oder vielleicht lieber das?
    http://de.youtube.com/watch?v=PkMCKhV_jmY ;-P

    Susanne Ackstaller am Dienstag, 27. Januar 2009 um 03:14 PM
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