Ja, wo isser denn?
Fußball hat mich eigentlich nie wirklich interessiert, wenn man mal von dem WM-Hype anno 2006 absieht, dem selbst ich mich nicht entziehen konnte. Aber auch da war es eigentlich mehr ein freudiges Erstaunen, ja die Begeisterung, ob der allgemein guten Laune, die das Land erfasste - als wirkliches Interesse an Spielzügen und Torchancen.
Also, trotz dieses grundsätzlichen Desinteresses erinnere ich mich noch gut, dass es früher einen Libero gab. Libero, das hörte sich schon nach “mehr” an, nach ungezähmter Wendigkeit mit einem Hauch Extravaganz, einer Sonderrolle. Liberos spielten nur die besten: Beckenbauer war einer, Müller auch - glaube ich zumindest.
Heute aber scheint es keine Liberos mehr zu geben - oder gibt es nur keine wirklich guten, liberowürdigen Spieler mehr? ;-)
Wo sind sie also hin, die Liberos? Und warum vermisst sie anscheinend niemand? (Außer mir.)
Susanne Ackstaller am Donnerstag, 26. Juni 2008 um 09:53 PM
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Also ich hab für Libero mal die Definition “Ausputzer” gehört, glaub ich, das ist schon etwas weniger heroisch - hat aber immer noch was vom Retter auf dem weißen Pferd. :-)
Ich hätte nichts gegen mehr Liberos - aber ich fürchte, die Aufstellung mit Libero ist irgendwo überholt ...?!
Jens Lehmann ist auf jeden Fall liberowürdig, find ich. ;-)
Aber die stellen doch jedes Mal anders auf?! Die Strategie ist doch immer anders - oder zumindest ab und an? ;-) Und warum ist die Libero-Position überholt?
Und Jensemaus kriegt ne Glatz. Das finde ich unschön. ;-)
GlatzEEEE. Nicht Glatz. Das hört sich gleich noch schlimmer an. ;-)
Ja, hab ich gesehen. Leider auch nur ein Mensch, ja ja. Macht mir aber jetzt nix.
Die Tante hat ja eigentlich nur Spaß gemacht, aber wohl den Nagel ins Tor getroffen:
“In den heutigen Spielsystemen wird auf die Position des Liberos verzichtet und zumeist mit einer sogenannten Viererabwehrkette gespielt. Im modernen Fußball sind die Anforderungen an den Torhüter vor allem in den letzten Jahren gewachsen, was die Technik bei den Rückpässen und der Verantwortung betrifft. Nicht selten kommt es vor, dass der Torhüter außerhalb des Strafraumes die Rolle als Libero übernehmen muss.” (Wikipedia)
Der ist also schon Libero, quasi. Hat ja auch schon so ein schönes Tor gemacht. :-)
Hihi:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/4c/Jens_Lehmann.JPG
Achja. Seufz. (ich weiß, niemand kann das schöner als ich ;-))
Hoffentlich verliert er sie nicht komplett. Wär schad’ drum.
Müller? Das war ein Stürmer. Das ist das Gegenteil von Libero.
Und - Libero oder nicht ist eine Frage des Spielsystems. Spielen halt heute anders, die Jungs.
Also bitte. Müller war nun wirklich kein Libero… das hätte er nicht gekonnt. Und für mich war der Libero immer der “freie” Mann in der Abwehr, eben ohne direkten Gegenspieler und der Abwehrboss. Pfeif auf Wikipedia.
Aber das steht doch auch bei Wikipedia:
http://de.wikipedia.org/wiki/Libero
“Im Fußball ist der Libero ein Spieler ohne direkten Gegenspieler. Er spielt zur Absicherung hinter einem Vorstopper (im 4-3-3-System der 1970er) bzw. zwei Manndeckern (im 3-5-2 oder 5-3-2 der 1990er) sowie zwei Außenverteidigern. Aufgrund des fehlenden direkten Gegenspielers kann er sich auch in das Angriffsspiel einschalten.”
War nicht Littbarski auch Libero?
Ja siehste. Und ich weiß so was sogar ohne Wikipedia. Ha.:-)
Littbarski? Also bitte. Linker Flügelstürmer. Oder rechts? Hm.
Sag ich ja nur auf dein “pfeif auf Wikipedia” hin ... Und ich bin eben noch zu jung und knackig, um mich zu Littbarski-Zeiten mit Fußballpositionen beschäftigt zu haben. ;-P
Susi. Sie hat “knackig” gesagt. Was soll ich darauf erwidern? :-)))
Ach, immer diese jungen Hupfer ... ;-) Befrag doch mal das Gummibärchenorakel, vielleicht hat es eine Antwort ... :-)))))))))
Was ich aber immer noch nicht verstehe: Warum ändert sich das Spielsystem? Der Sinn und Zweck ist doch immer noch der gleiche ... Beim Golf, Schach, Tennis spielt man doch auch immer noch wie “früher”.
Oder?
WArum wird Fußball jetzt anders gespielt? Ist das jetzt zu fußballphilosophisch gedacht?
Das hat sich wohl nicht bewährt, vielleicht nahmen auch die Zuschauerzahlen ab. ;-)
Beim Golf gibt es auch jetzt einen ganz anderen Schwung, der als wünschenswert angesehen wird, als noch vor 10 oder 20 Jahren. Und als ich anfing, waren die Hölzer noch aus Holz ... Gut, bewegungsphysiologische Erkenntnisse oder neues Material sind’s beim Libero nicht.
Aber witzigerweise hat Otto R. den Libero ja dann wohl wieder rausgekramt und sie alle damit verwirrt (nochmal Wikipedia):
“Wieder ins Zentrum internationaler Aufmerksamkeit kam die Position des Liberos durch den Gewinn des Europameistertitels durch Griechenland im Jahr 2004. Der Trainer der Griechen, der Deutsche Otto Rehhagel, schulte seine Mannschaft im alten System der 1970er und frühen 1980er Jahre und führte damit einhergehend die Position des Liberos hinter einer Viererkette in der Abwehr ein. Traianos Dellas übernahm diese Position und spielte auf ihr in allen Partien der Europameisterschaft. Es ist allgemein anerkannt, dass die Anwendung dieser von vielen Experten als „antiquiert“ gescholtenen taktischen Spielweise ein wesentlicher Baustein des Erfolges der Griechen war, da viele Stars anderer Nationen noch nie in ihrer Karriere gegen eine Abwehrreihe mit Libero gespielt hatten. So konnte die Spielweise der Griechen beim Titelgewinn, wenn auch nicht besonders attraktiv, doch erfolgreich sein.”
:-)
Im Schach gab es nie einen Libero. Dafür beschimpfen einen nun die Inder. Das ist auch neu.:-)
Ich find ja die neueren Golfschläger knackig. Jedenfalls… wenn ich es so laienhaft mit denen aus 1984 vergleiche… oh, und die neuen Schachuhren sind auch knackig. Vor allem verliert man schneller nach Zeit. Sehr knackig also.
Das Gummibärchendings verkompliziert das alles nur. Lieber nicht…
Dieser Kommentar-Thread verdient den Grimmepreis. Wirklich. Ohne Quatsch.
Libero. Herrlich.—Großartig, ihr alle. :-)
Finale, Finale, Finale—oh oh ohoh.
Rekdal. Jetzt hab ich`s. Spielte bei Hertha Libero. Ich brauchte erst die Berliner Assoziation.
Aber dieser Name…uh oh.
Was du immer denkst. Hey, das ist ein bayrischer Blog. :-)
und dann gab’s noch Tommi Ohrner als “Manni, der Libero” ;-)).
Manni hab ich nie geguckt. Und Rekdal war noch vor wenigen Jahren Libero bei Hertha… also sooo lange ist das Liberokonzept nicht ad acta.
Ach und: als K2 und ich letztens im Weserstadion waren, spielte Naldo letztlich einen astreinen Libero.
Ach bin ich wieder Fachmann.
Grimme-Preis? ;-)
Von kv kam eher der Kommentar, er müsste sich für mich schämen, weil ich nicht mal weiß, dass Müller ein Stürmer war. Okay, ich verspreche nichts mehr zu Fußball zu sagen, zumindest bis heute Abend. :-)
Michi, wenn ich wieder mal Libero-Fragen habe, wende ich mich direkt an dich. ;-))))))
PS: Verstehst du auch was von Verteidigern? ;-)
Yep.
Meistens. Äh.
Das liest sich jetzt nicht sehr überzeugend. :-)