Eine schlechte Bäckerin zu sein hat durchaus seine Vorteile: Man wird nie gebeten, einen Kuchen zu backen. Nicht für Schulfeste, nicht für Vereinsfeiern oder irgendwelche Partys. Ja, man ist fein raus – ist der Ruf erstmal ordentlich ruiniert. Und nicht nur das: Man hat auch immer eine nette Anekdote parat. Zum Beispiel die von den blauen Plätzchen zur Weihnachtsfeier des Sportvereins. Oder die des Apfelkuchens, der so toll in der Form aussah – und doch verbrennen musste, weil die Hausfrau räusper versehentlich die Mikrowelle zugeschaltet hatte. Physikalisch gesehen war der Kuchen aber höchst spannend, doch doch!
Nicht backen zu können, hat aber auch seine Nachteile. Zum Beispiel, weil man es auch dann nicht kann, wenn man es dann doch mal wirklich will: Zu den Geburtstagsfeiern der Liebsten, die Vanillekipferl an Weihnachten – oder einfach, um alle lügen zu strafen, die behaupten, man könne es nicht. (Ist ja auch irgendwie eine Stolzfrage, gell! ;-))
Ja, es war ein wenig fatal – mit mir und der Bäckerei. Bis mir der Deppenkuchen begegnete. Der heißt übrigens nicht so, weil man Deppen reinschnipselt – sondern weil er so einfach ist, dass selbst Backidioten (wie ich) ihn nicht vermasseln. Einschränkung: Beim letzten Mal ist mir die Kruste nicht so optimal gelungen, aber da hatte ich dann auch die Milch vergessen. Das Vergessen von Zutaten ist nämlich mein besonderes Talent in Sachen Backen. Deshalb ist es wichtig, dass die Anzahl der Zutaten sehr übersichtlich ist. SEHR ÜBERSICHTLICH! :-) Aber selbst das ist keine Garantie, wie ich kürzlich erfahren musste ... ;-)
Jetzt bist du sicher gespannt, was für ein Rezept hinter dem Deppenkuchen steckt. Und hier kommt es auch schon!
Für den Boden (jaaaaaa, es gibt noch was oben drauf! Ist ja nicht wie bei Nicht-Bäckern!)
1 Becher Sahne
2 (Sahne-)Becher Mehl
1 Becher Zucker
3 Eier
1 Päckchen Backpulver
1 Päckchen Zitronenaroma
Alles mit der Küchenmaschine gut verquirlen und auf ein gefettetes Backblech mit höherem Rand geben. 15 Minuten bei 160 Grad backen.
Susanne Ackstaller am Donnerstag, 16. Juni 2011 um 12:45 PM
Essen | 2 Comments (1898 Aufrufe) | Permalink
Tags: Einfache Kuchenrezepte, einfacher Mandelkuchen, einfache Kuchenrezepte, backen leicht gemacht, einfachen Kuchen backen
Anders als meine Kinder war ich ein Kind, das gerne aß – von Tomaten (vielleicht sind es die Gene?), Sellerie und Spargel mal abgesehen. Besonders gerne die Süßspeisen, die meine böhmische Oma ab und an kochte. So gab es häufiger mal Liwanzen (ein leckerer Hefepfannkuchen, den man mit geschmolzener Butter begoss und Zucker darauf streute ) oder auch Stopperle*, Nudeln aus Kartoffelteig, die es mit Zucker und gebräunten Semmelbröseln gab, oder natürlich Aprikosenknödel galore! Erwähnte ich, dass ich ein pummeliges Kind war?! :-D
Eine meiner Lieblinsspeisen an warmen Frühlingstagen war allerdings Erdbeergmatsch: Süße reife Erdbeeren wurden zerdrückt, dann mit Zucker bestreut und mit Milch übergossen. Dazu gab es dann Schwarzbrot, das in ein kleine Stücke zerteilt und eingetunkt wurde, bis es sich mit dem süßen erdbeerigen Matsch voll gesaugt hatte. Wie schön war es an heißen Tagen nach der Schule bei meiner Oma am Tisch zu sitzen und wunderbar kühles Erdbeergmatsch satt zu essen.
Hier also noch mal das Rezept:
500 Gramm reife Erdbeeren zerstampfen
dann Zucker drüberstreuen
und Milch darüber gießen
und Schwarzbrot dazu reichen.
Fertig. Eigentlich das perfekte Rezept für Workings Moms mit wenig Zeit. So wie mich.
Susanne Ackstaller am Montag, 23. Mai 2011 um 11:31 AM
Essen | 10 Comments (2300 Aufrufe) | Permalink
Du hast Kinder, die Gemüse lieben, sich ohne tägliches Murren an den Mittagstisch setzen und selbst bei Gemüseauflauf noch einen Nachschlag wollen? Dann sei froh, danke Gott von Herzen und genieße dein Glück jeden Tag (wage es aber nicht, mir in den Comments Erziehungstipps zu geben, darauf könnte ich empfindlich reagieren. ;-))!
Ich hingegen habe wohl die heikelsten drei Esser Deutschlands abgekriegt: Nudeln mit Tomatensoße? Iiiiii, da sind ja Tomaten drin. Mit Sauce Bolognese? Iiiiii, da sind ja auch Tomaten drin. Und Zwiebel. Und so komische Kräuter. Lasagne? Iiiiii, da ist ja Sauce Bolognese drin und Käse drauf! Gemüse? Iiiiii, das besteht ja aus Gemüse und das ist gesund! Manchmal habe ich Glück, und zwei von drei mögen etwas: Kartoffeln. Reis. Nudeln. Griesbrei. Aber da ist immer noch dieses eine Rest-Kind, das dann die Kartoffeln, den Reis, die Nudeln, den Griesbrei nicht mag und mit Grabesmiene am Küchentisch sitzt – und mir die Laune vergällt.
Was komischerweise bei allen Dreien geht, ist Nudelsuppe mit Frühlingsgemüse. Nein, ich verstehe das auch nicht, aber ich bin dankbar dafür und genieße die Phase, solange sie anhält. Bei Käse habe ich manchmal mit Parmesan Glück, manchmal aber auch wieder nicht. Mozzarella wird gerne auf Pizza gegessen, Tomaten mit Mozzarella sind hingegen ... aber lassen wir das. (Eigentlich logisch, denn da sind ja auch wieder Tomaten drin. Was für Pizza natürlich auch gilt, aber vielleicht haben die Drei es da noch nicht gemerkt, hm??)
Susanne Ackstaller am Sonntag, 22. Mai 2011 um 06:16 PM
Essen | 6 Comments (2445 Aufrufe) | Permalink
Nein: Pappsatt.
Was ich aber eigentlich sagen will: Wenn ihr mal durch Kirchdorf an der Amper kommt (könnte ja sein ...), dann müsst un-be-dingt die Schweinshaxn beim Oberwirt essen. Oder das Rinderkronfleisch in Backpflaumensoße. Keine Widerrede.
Ein Auto braucht ihr danach allerdings nicht mehr, denn dann rollt ihr von selber. ;-)
Susanne Ackstaller am Freitag, 29. August 2008 um 08:37 PM
Essen | 11 Comments (177 Aufrufe) | Permalink
In Herrn Tycoons Blog rund um Web-Start-ups habe ich etwas ganz nach meinem Geschmack gefunden: einen SchokoLaden, der nicht nur fair hergestellte, sondern auch chice Produkte vertreibt: Schokolade kann man sich hier ganz nach gusto mit eigenen Zutaten zusammenstellen und dann auch noch vergolden lassen (wenn man mag).
Gut, das Knoblauchgranulat und die gerösteten Zwiebeln kann ich mir nun eher weniger vorstellen, aber dennoch: Lecker!
Susanne Ackstaller am Donnerstag, 28. August 2008 um 11:04 AM
Essen | 11 Comments (183 Aufrufe) | Permalink