Vor sieben Jahren haben wir unser wunderschönes Haus gebaut, vor sieben Jahren einen ebenso schönen Garten angelegt – sogar einen Preis haben wir damit gewonnen, oja! ;-)) Es ist kein Quadratisch-Praktisch-Gut-Garten, hier wächst kein britischer Rasen, sondern eher Klee, Löwenzahn und Gänseblümchen mit ein bisschen Gras dazwischen. Es ist ein verwunschener Garten, mit Ecken, Kanten, vielen alten Bäumen ... Die Kinder können Lager bauen, Indianer spielen, verstecken, klettern. Es gibt hier Blindschleichen, Salamander, Eichkätzchen ohne Ende. Und wir haben auch schon Skelette-Reste (vermutlich von einem Reh) in unserem Wäldchen hinterm Haus gefunden.
Idylle? Ja, absolut.
Als der Garten angelegt wurde (einen „Kultur-Teil“ gibt es nämlich auch), hatte ich drei Wünsche: Ich wollte Rosen, Pfingstrosen und Rhododendren. Ich bekam: Rosen. Pfingstrosen. Und Rhododendren - unter der alten Eiche neben meinem Büro. Eigentlich ein idealer Halbschattenplatz, wie gemacht für diese Pflanze – hieß es.
Im ersten Jahr nach der Pflanzung war auch alles gut: Der Rhododendron – eigentlich waren es sogar drei Pflanzen – wuchs, gedieh und blühte, dass es eine Freude war! Jahr zwei war auch noch relativ okay, ein bisschen weniger üppig vielleicht, aber immer noch war es eine Pracht aus Lila und Grün.
Im Jahr drei dann: DREI. MAGERE. BLÜTEN. Okay, kann ja mal sein, dachte ich. Die Witterung, der Winter, das Wetter. Wasweißich! Eine Pflanze ist ja keine Maschine, kein Computer, den man programmiert. Ich wartete also auf Jahr vier. Es kam, und: Wieder nix. Ich war irritiert. War der Platz doch nicht so ideal? Zu kalt, zu zugig, zu trocken, zu schattig? Ich versuchte Dünger (Spezialdünger!) – der MUSSTE doch helfen! Und wartete auf Jahr fünf.
Susanne Ackstaller am Dienstag, 24. Mai 2011 um 11:37 AM
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