Es wird nicht besser. Nur anders.

Als ich heute dieses Blogposting las, musste ich schmunzeln. Wie gut kann ich mich noch an diese Zeiten erinnern: das Grauen der anstehenden Kindergartenferien. Und bei uns waren das mehr als nur drei Wochen im Jahr! (Bayern halt.) Denn natürlich trudelten die Aufträge zielsicher immer dann besonders reichlich ein, wenn am wenigsten Zeit war: in den Ferien. Sicher, ich hatte meine Kinderfrau – aber auch nicht 24 / 7! Noch nicht mal 8 / 5! Also stand ich früher auf, ging später ins Bett. Schrieb gerne auch mal die Nächte durch. Mit der Folge, dass ich nach den Ferien immer erstmal Urlaub brauchte. Bzw. gebraucht hätte.

Aber ich war jung. Belastbarer. Ich wollte das Geld *g*. Und ich hatte diese Hoffnung, dass irgendwann das Leben einer berufstätigen Mutter und Familie doch vereinbarer werden würde! Ich meine, in welchem Jahrhundert leben wir denn?! Eben. Ja, irgendwann würde alles besser und einfacher werden. Mit größeren Kindern. In der Schule dann.

Und sie wurden größer. Und sie kamen in die Schule. Und sie wurden selbstständiger. Irgendwann kamen sie in die weiterführende Schule in der großen Stadt. Ich war mir sicher: Jetzt war der große Moment gekommen, jetzt würde alles ganz easy werden. Arbeiten plus Kinder – das lange Hoffen, das zermürbende Warten würde ein Ende haben. Hurra.

Aber ich hatte die Rechnung ohne mein Landleben gemacht. Sicher, Idylle pur – aber was nützen die zirpenden Grillen, der Blick ins Tal, der duftende Lavendel vor dem Büro ohne einen ausgebauten ÖNV! Besonders dann, wenn die Kinder mit zunehmenden Alter lieber mit Freunden durch die große Stadt strawanzen wollen als im Garten Lager bauen! Und keine Busse gehen. Nach 18 Uhr schon gar nicht mehr (dann hat der Landmensch wohl daheim zu sein!).

Mittlerweile überlege ich auf jeden Fall, ob ich mich beruflich nicht neu orientieren soll. Und hauptberufliches Mamataxi werde. Wenn ich so drüber nachdenke - das könnte eine echte Marktlücke sein: Eine Mitfahrzentrale für gestrandete Schüler. Oder Fahrdienste für berufsstätige Mütter. Ja, so was sollte mal jemand erfinden - oder gibt es das etwa schon?

Vielleicht wird es dann ja tatsächlich endlich einfacher.

Susanne Ackstaller am Dienstag, 30. Juli 2013 um 10:56 Uhr

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