Ein Wochenende. Diverse Erkenntnisse.

Die Bahn. Wie erwartet: Mit Verspätung. Abgehetzt stand ich da auf dem frostigen Bahnsteig in Pfaffenhofen an der Ilm. Wer nicht da stand und auch für 45 lange und kalte Minuten nicht kam, war der Regionalexpress, der mich zu meinem ICE bringen sollte.

Die Fahrt. Wunderschön. Und für die Frostbeulen entschädigend. Die herbe Schönheit der fränkischen und sächsischen Schweiz zu den Klängen der Dire Straits … das hat was.

Die Stadt. Leipzig. Tja. Sie ist ,wie sie alle mittlerweile sind (zumindest in der Innenstadt): Eine Kette neben der anderen. Kennst du eine deutsche Großstadt kennst du sie alle: Karstadt, Kaufhof, P+C, Tchibo, Douglas, dazwischen ein paar Glasarkaden. Schade ist das, und langweilig, dieser Einheitsbrei. Irgendwie ... komplett gesichtslos.

Die Lesung. Meine erste überhaupt. Die Kurzgeschichte von Nessa war wunderbar. Ach, so möchte ich auch schreiben können (und ich schreibe das jetzt nicht, weil du das liest, Nessa!). Aber irgendwie fehlt mir leider das Talent zum Fabulieren, fürchte ich … ich kann halt nur Geschäftsberichte, gell.

Die Messe. Voll. Voll. Voll. Und zu viele Bücher. Das erschlägt mich, ich weiß gar nicht, wohin ich zuerst schauen soll. Und schau dann lieber gar nicht mehr. Ne, ich bin kein Buchmesse-Typ, gar nicht.

Der „Auftritt”. Irgendwann gestern packte mich dann doch das Lampenfieber. Wie sollte ich wildfremden Leuten was über „erfolgreich frei” erzählen können (auch wenn ich es vermutlich bin)? War bei mir doch alles so viel Glücksache gewesen, oder so … oder nicht? Und dann waren da auch noch so erstaunlich viele Menschen, die unsere Schlauigkeiten hören wollten. Puh. Ich hätte mir gerne selbst zugehört, aber anwesende Textinen meinten, wir hätten uns gut geschlagen.

Susanne Ackstaller am Montag, 26. März 2007 um 00:06 Uhr

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Kommentare

  1. willkommen zurück! :-)
    danke für die stadtbesichtigung, die innenstadt kann ich mir also mal sparen, sollte die gelegenheit kommen. ein buchmessentyp wäre ich auch nicht, zu kleine aufmerksamkeitsspanne, wenn um mich rum ein wildes überangebot an erlebnissen und eindrücken „droht” ...

    ach wie schön, das alles - ohne dich und euch wäre ich nicht halb so erfolgreich frei. und lange nicht so gern. :-)
    wie gern wäre ich mäuschen gewesen bei eurem auftritt! gibt’s davon fotos oder bewegte bilder?

    tina am Montag, 26. März 2007 um 01:25 Uhr
  2. Ja, Bilder wird es wohl geben. Nessa und Claudia haben uns fotografiert. :-) In Action. ;-)

    Susanne Ackstaller am Montag, 26. März 2007 um 12:30 Uhr
  3. Hallo Susi, hallo Tina, Bilder gibts, aber ich brauche noch ein bisschen Zeit, muss erst was anderes erledigen. Der Auftritt: War prima. Drei sehr unterschiedliche Diven (emotional, warm: Momo; cool, kompetent: Constanze; freundlich, solide, natürlich: Susi), die sich gut ergänzt haben. Als Zuhörer, der eine Selbständigkeit ins Auge fasst, konnte man sich sagen: Unmöglich ist das nicht, dass ich das auch schaffe. Immer wieder frappierend die Aussage, dass man die Preise nach dem eignen Bedarf richten soll. Als Schriftsteller, Autor wird man da sehr nachdenklich, weil man ja praktisch umsonst arbeitet. Um allein einen solchen Messebesuch zu finanzieren, müsste man schon zehn Kurzgeschichten (gut) verkaufen ...

    Alles in allem: Ihr wart sehr gut! Und euer Buch ist es auch!

    Grüße
    Nessa

    Nessa am Montag, 26. März 2007 um 12:40 Uhr
  4. Ja, schade, ich war ja nur am Samstag da, und dann auch noch völlig ungeplant und mit Familie ;-) Die Bücher habe ich fast gar nicht gesehen, weil wir den Kleinen was bieten wollten, und so haben sie dann bei Wigald Boning reingeschaut (allein, wir waren im Café, war eh kein Platz), und bei diversen anderen Menschen / Autoren. War aber schön. Leider habe ich , bis auf Antje, die mir zufällig über den Weg lief, von euch Textinen niemanden gesehen. Aber schön, wenn die Buchpräsentation und die Lesunge(en) erfolgreich war!

    Petra am Montag, 26. März 2007 um 12:55 Uhr
  5. susi, was du über die leipziger innenstadt schreibst, kann ich gar nicht glauben. wo warst du? hast du nicht den blick mal nach oben gerichtet und z. b. die wunderbaren alten handelshöfe betrachtet, in denen die einkaufspassagen untergebracht sind? nee, leipzig ist alles andere als gesichtslos, wenn man den blick mal über schaufensterniveau erhebt ;-).

    aboese am Montag, 26. März 2007 um 13:04 Uhr
  6. Sicher, Annette. :-) Aber ich war in letzter Zeit auch in Rostock und in Stralsund - und es sieht überall sehr ähnlich aus. Leider. Vor lauter Kommerz sieht man dann auch kaum noch das Eigene jeder Stadt.

    Susanne Ackstaller am Montag, 26. März 2007 um 13:23 Uhr
  7. Ihr wart ganz klasse, Susi, Momo und Constanze! Souverän und sympathisch. Und Nessa hat recht: Ihr habt euch wunderbar ergänzt. Vielleicht hätte man für nicht Internet-fitte Leute das Prinzip Mailingliste bzw. Forum noch etwas besser erläutern können, aber das war nicht ausschlaggebend für den Gesamteindruck.

    Antje am Montag, 26. März 2007 um 13:41 Uhr

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