Arbeiten


CoWorking. Zum Ersten.

Seit mehr als zehn Jahren bin ich selbstständig. Und ebenso lange arbeite ich im Homeoffice. Das war - mit drei Kindern - über sehr viele Jahre auch eine wunderbare Lösung, die meine Berufsstätigkeit erst möglich gemacht hat.

Aber nun, die Kinder werden älter. Unabhängiger. Selbstständiger. Ihre Freiräume werden größer - mein Wunsch nach mehr Freiheit aber auch! So gärte es schon seit einiger Zeit in mir. Ich hatte es zunehmend satt, immer alleine - wenn auch in einem großartigen virtuellen Großraumbüro - vor mich hinzuwurschteln und mich eigentlich nur für den Empfang der Post überhaupt anzuziehen! Hingegen genoss ich es ungemein, in Cafés zu arbeiten (und war dort auch immer unglaublich produktiv!), beneidete Kolleginnen um ihre Bürogemeinschaften und wurde geradezu zappelig, wenn mir jemand von CoWorking erzählte. So wie es Maren getan hat.

Das war im Sommer, und es gingen noch viele Wochen und einige Monate ins Land. Aber heute war es soweit. Endlich. Mein erster Arbeitstag als CoWorkerin im Münchner Combinat 56. Und mein erster Arbeitstag in München überhaupt! Ich war richtig aufgeregt. Als würde ich einen neuen Job antreten. Ein wenig ist es ja auch so, zumindest was neue Kollegen angeht. Der Start war auf jeden Fall fulminant: Maren berichtete über ihre „Passion Project”, und stellte fest, dass jeder Mensch ein solches bräuchte. Ein unglaublich inspirierender Vortrag von einer sehr inspirierenden Frau. Danke!

Mein Plan ist es, alle zwei Wochen einen Tag hier im Combinat56 zu arbeiten. Ich bin gespannt, ob das so klappt!

Und: Ich freue mich darauf!

Susanne Ackstaller am Freitag, 12. Oktober 2012 um 15:31 Uhr

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Tags: münchenmaren martschenkocoworkingcombinat56

Manche Visionen sind einfach schöner als andere!

Gibt es ein schöneres Kompliment für ein Netzwerk, als diese Glosse?

Ich meine: Nein.

Danke für diese wunderbare Texttreff-Vision! :-) Ich freue mich schon auf den Moment in der roten Glitzerrobe *g* ...

Susanne Ackstaller am Samstag, 12. November 2011 um 11:42 Uhr

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Tags: texttreffglossenwettbewerbglosse

Nur wer mitspielt, kann gewinnen! :-)

Während texterella hier ihr erstes Gewinnspiel feiert, veranstaltet der Texttreff dort seinen ersten Glossen-Wettbewerb.

Geht mich nichts an, meinste? Weil männlich, Nicht-Texter oder beides? Ha! - weit gefehlt: Denn im Texttreff gewinnen nicht nur die Glossen-Schreiberinnen, sondern auch die Kommentatoren tolle Preise. (Nur ich nicht, denn ich sitze in der Jury! :-)) Alles, was du also tun musst, ist hier lesen und kommentieren.

Und das können auch männliche Nicht-Texter. Also - meistens! :-D

Susanne Ackstaller am Montag, 11. Oktober 2010 um 23:49 Uhr

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Tags: wettbewerbtexttreffglosse

Warum Klau und Klau nicht dasselbe sind. Und warum sich Klauen dennoch nicht lohnt.

Wer im Geschäft einen Kaugummi klaut, ist ein Ladendieb. Und wer Texte klaut, ist ein Textdieb. Denn: Geklaut ist geklaut.

Logisch, oder????

Ja, das war meine reichlich naive Denke, als ich vor mehr als zwei Jahren meine Webtexte plus Gestaltung auf der Seite einer „Kollegin” fand. Natürlich wähnte ich mich im Recht, nicht nur im moralischen, sondern auch im juristischen.

Ich sollte mich geirrt haben.

Denn zwischen Klau und Klau hat das deutsche Urheberecht die Schöpfungshöhe gesetzt - sprich: Im Streitfall befinden deutsche Richter darüber, wie schöpferisch, künstlerisch und wie originell Texte sind. Erreichen sie nach deren Ansicht die notwendige Schöpfungshöhe nicht, dann sind die Texte nur gutes Handwerk und dürfen sie straflos geklaut werden.

Genau das musste ich mir von den Richtern vor dem Landgericht Düsseldorf sagen lassen, nachdem sie meine Texte in einzelne Sätze zerpflückt hatten: Dass diese einzelne Sätze für sich genommen nichts besonderes wären, dass jeder halbwegs begabte Realschüler das könne. Dass ein Text aber ein Gesamtwerk ist, und jeder einzelne Satz nur ein Teil des großen Ganzen - das war ihnen offensichtlich beim Zerpfücken nicht bewusst. (Gerne denke ich dabei an „Ilsebill salzte nach.”, der Satz, der zum schönsten Anfang eines deutschen Romans gekürt wurde. Was würden die Düsseldorfer Richter aus Sicht der Schöpfungshöhe wohl zu diesem Satz sagen? Der Satz stammt übrigens aus „Der Butt.” von Grass. Nur damit klar ist, dass dies kein Realschüler war ... ;-)))

Ich war erschüttert, sprachlos, entsetzt. Niemals war mir „Recht” unrechter erschienen. Ich zog mein Klage zurück, um sie vor dem Landgericht München erneut zu stellen.

Gestern war Prozesstermin.

Und was soll ich sagen: Ich habe gewonnen. Der Vorsitzende Richter hat der Einschätzung der Düsseldorfer Richter klar widersprochen, ja, bestätigt, dass er die Schöpfungshöhe meiner Webtexte auch in einem möglichen Berufungsverfahren (oder sagt man Revision?) bis zum BGH klar erreicht sieht.

Ich glaube, niemand, der nicht selber schreibt, kann nachvollziehen, wie wichtig und wertvoll mir diese richterlichen Worte sind:

Mein Texte sind schützenswert! Sie sind kein Handwerk! Sie sind das Ergebnis eines schöpferischen Aktes! Und vor allem: Sie dürfen nicht ungestraft geklaut werden!

Im Klartext: Für den geklauten Umfang wurde mir ein Schadensersatz in Höhe von 1.800 Euro zugesprochen, nur für den Text, wohlgemerkt.

Mein Fazit nach über zweijähriger Urheberrechtsodyssee: Ich würde es wieder tun. Ich würde wieder für mein Recht kämpfen. Und ich habe einiges in Sachen Urheberrecht dazu gelernt. Aber ich habe auch viel an Naivität verloren. An Glauben an deutsche Gerechtigkeit. Und immer noch will es mir nicht einleuchten, warum Texte tendenziell weniger schützenswert sind als selbst die simpelste Fotografie.

Und warum sie strafloser geklaut werden dürfen als Kaugummis.

Susanne Ackstaller am Donnerstag, 01. April 2010 um 19:15 Uhr

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Tags: webtexttextklautextschöpfungshöheschadensersatzkleine münzediebstahl

„Don’t let the bastards bring you down.“

Nun, was ist schon gerecht in dieser Welt? Da kommt es wohl auf ein bisschen Textergerechtigkeit mehr oder weniger auch nicht mehr an ...

Ja, ich habe gekämpft. Und ich habe nicht gewonnen. Und das schlimme ist ja: Nicht nur ich habe nicht gewonnen, sondern ebenso die vielen vielen anderen Texter, deren Werke im Netz stehen oder in anderen Publikationen zu lesen sind, und deren Arbeit erneut zu einem Selbstbedienungsbuffet wurde, an denen man sich nach Ansicht von deutschen Richtern ruhig gütlich tun darf.

Ist ja nur Text!

Was sind schon die vielen Stunden, die man auf ihn verwendet hat, auf das Schreiben, Löschen, Neu-Schreiben, auf das Nachspüren, Überlegen, Verzweifeln - und die Herzklopfen, das Glücksgefühl, wenn er dann dort steht: der optimale Text.

Nein, das ist nichts schöpferisches, das ist ... nur Handwerk, nur Gebrauchstext, das kann jeder, der in der Schule schreiben gelernt hat.

Ich verstehe.

Susanne Ackstaller am Dienstag, 13. Oktober 2009 um 17:54 Uhr

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