Ich lese

Knut Hamsuns “Hunger”.

Eigentlich wollte ich damit zur Männerversteherin avancieren - aber jetzt deprimiert mich das Buch lediglich (wobei das bei Lichte betrachtet ja durchaus und irgendwie zusammenpasst ... ;-)). Dieser arme arme Journalist, der durch Kristinas Straßen wandert, auf Bänken schläft und Hunger hat. Hunger! Die letzte Mahlzeit schon Tage her, die nächste nicht in Sicht ... dabei immer mit dem Anspruch in sich, den vollendeten Artikel zu schreiben - und zu verkaufen (was nur selten gelingt). Wie alt ist er wohl, dieser Mann? Anfang Dreißig, schätze ich, und so allein, hungrig, erfolglos. Ich sag’s ja: de-pre-mie-rend.

Der Stil ist ... erstaunlich, kein bisschen 19. Jahrhundert. Sondern unglaublich neuzeitig. 1890 geschrieben? Tatsächlich? Ich kann es kaum glauben.

Susanne Ackstaller am Dienstag, 15. Mai 2007 um 10:39 Uhr

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