Wunder gescheh’n.

Heute wurde mein DSL-Anschluss freigeschaltet. Tja, ich weiß: Für den Großteil aller Deutschen ist das nichts Besonderes. Aber hier - 30 km vor den Toren Münchens - schon. Hier gibt es tatsächlich noch Gemeinden ohne DSL, zwangsweise, wohl gemerkt.

Auf jeden Fall hatte der DSL-Gott mit dieser putzigen kleinen Ampertal-Gemeinde ein Einsehen, und eines Tages - während der Weltmeisterschaft ;-) - hieß es bei meinem regelmäßigen DSL-Verfügbarkeitstest:

“DSL ist bei Ihrem Anschluss verfügbar.”

Erst traute ich nicht meinen Augen. Damit hatte ich eigentlich erst 2015 gerechnet. Und natürlich war das auch nicht Highspeed, sondern eher die Landstraße ... aber ich wollte nicht klagen, sondern einfach nur bestellen.

Gut. Angerufen. Eine nette Callcenter-Angestellte, ganz offensichtlich aus der Oberpfalz, beriet mich äußerst umfassend zu allem, was ich wissen wollte oder auch nicht. Was nett war, aber wenig zielführend, denn als ich nach meinem Urlaub mal beim unselig rosa T anrief, hieß es: DSL - nö, das ist hier nicht bestellt.

Also, nochmals bestellt, bei einem Studi, der sein Bafög offensichtlich im T-Callcenter aufmöbelte. Er sei heute etwas unkonzentriert, meinte er fröhlich, als ich ihn darauf hinwies, das er zum Bestellen wohl noch meine Telefonnummer bräuchte. Nein, ich übertreibe nicht. Ich schien Glück zu haben - trotz ADS kam die Bestelltbestätigung. Allerdings wollte man den Anschluss an unserer früheren Adresse freischalten; da wohnen wir zwar seit zwei Jahren nicht mehr - aber wen kümmert das? Am wenigsten wohl das Magenta-T.

Als ich mich dann zum erneuten Male durch die Hotline durchgestaut hatte, erfuhr ich, dass ich das doch bitte schriftlich der T-Com zur Kenntnis bringen möge. Und weil ich mich nicht schnell genug abwimmeln ließ, wurde kurzerhand aufgelegt. Warum auch nicht? Der nächste Kunde wartet ja schon in der kilometerlangen Warteschlange. Irgendwie wurde ich unsere “neue” Adresse dann doch noch telefonisch los - und siehe da: Es kam ein erneutes Bestätigungsschreiben mit richtiger Adresse und richtigem Datum und richtigem Namen und richtigem DSL.

Ich war glücklich.

DLS-W-Lan-Router wurde geordert. Der Termin mit dem Techniker vereinbart. Heute! Und dann kam die Post und mit ihr ein Schreiben. Von T-Online. Man könne meinen DSL-Anschluss nun doch nicht freischalten. Aus technischen Gründen. Oder so. Ich sah blutrot. Nicht magenta.

Wieder durch den Sprachcomputer der Hotline gefräst. Ein offensichtlich schwäbischer Mitarbeiter bot freundlich an, doch mal nachzuschauen, wo es denn hake. Danke auch. Nun, T-Online könne mich tatsächlich nicht freischalten, dazu sei mein DSL zu klitzeklein - aber die T-Com, die könne das und die würde das auch machen. Heute. Ganz sicher.

Und tatsächlich ist dieses Wunder auch geschehen. Halleluja.

Susanne Ackstaller am Mittwoch, 30. August 2006 um 01:01 Uhr

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