Beauty-Kalauer

Hatte nicht erst Kerstin Hoffmann kürzlich über Wortneuschöpfungen geschrieben? Ehrlich gesagt: Ihre Bespiele sind nichts gegen die „Kreativität” der Beauty-Branche: So las ich heute im Beipackzettel eines hochpreisigen japanischen Kosmetikherstellers von einem „Aromachologie-Duft” (!!!), bereits gestern begegnete mir die „Nahrologie” für müde Haut im Supermarkt.

Na toll.

Wer mir Schönheit verkaufen will, der muss sich schon ein wenig mehr anstrengen. Er muss Worte nutzen, die klingen, begeistern, faszinieren. Die Schönheit versprechen - und sich nicht lediglich nach Fantasielosigkeit auf der Suche nach Nutzenaussagen anhören.

 

Susanne Ackstaller am Sonntag, 31. August 2008 um 14:36 Uhr

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Kommentare

  1. Vielleicht sind wir aber auch gar nicht die Zielgruppe für derart gequirlten Quark. Wahrscheinlich gibt es eine Menge Menschen, die sich von so etwas beeindrucken lassen…

    Kerstin Hoffmann am Montag, 01. September 2008 um 10:50 Uhr
  2. Hm.
    Das müsste dann wohl eine Art pseudo-anspruchsvolle Zielgruppe sein ...?
    Wirklich sehr seltsam, gerade diese Wirkstoffschlacht um Hyaluronsäure und Proxylan und den ganzen Kram. Sehr konstruiert.
    Da ist mir doch ein ehrliches Q10 lieber. ;-)

    Tina am Montag, 01. September 2008 um 11:14 Uhr
  3. Ist nicht unsere Titel- und Experten-hungrige Gesellschaft geradezu darauf ausgerichtet, dass Menschen ehrfurchtsvoll verstummen und nach Anweisung handeln, wenn jemand mit Fachausdrücken um sich wirft?

    Kerstin Hoffmann am Montag, 01. September 2008 um 11:18 Uhr
  4. Ja, vielleicht ist das die Denke dahinter: „Nahrologie” oder „Aromachologie” als neue Wissenschaft ... LOOOL

    Susanne Ackstaller am Montag, 01. September 2008 um 11:29 Uhr
  5. Hm, das überlege ich auch grad. „Aufgeklärte” Verbraucher vielleicht eher nicht (wobei das Unbewusste sicher auch mitredet), eher Unbedarfte vielleicht schon ...

    Aber man sieht’s, es ist eine Gratwanderung zwischen Ãœberzeugungsarbeit durch Unterfütterung der (zumindest scheinbar) wissenschaftlich erwiesenen Wirkung und offensichtlicher Quacksalberei, wenn’s sprachlich einfach drüber ist.

    Tina am Montag, 01. September 2008 um 11:42 Uhr
  6. Genau. Mit Fachausdrücken um sich werfen ist immer gut. Das kann ich auch. Aber nicht so gut wie ein guter deutscher Arzt. Der kann das im Regelfall besser. Viel besser.

    Michi am Montag, 01. September 2008 um 12:35 Uhr

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