Ein wenig werde ich sie vermissen

Die Bärenwarnmeldungen, die in den letzten Wochen im Radio gleich nach den Verkehrsmeldungen kamen. Skurril war das. Und ein klein wenig amüsant - aber nur, weil Bär Bruno weit genug weg war ...

Aber sonst verstehe ich den kollektiven Aufchrei nicht ganz: Wo bitte ist diese Empörung, wenn Menschen erschossen, Kinder getötet werden? Wo bitte ist sie angesichts des sonstigen übergroßes Leides auf der Welt? Wer schreit auf, wenn Terroristen Menschen enthaupten, Kinder Soldaten oder Prostituierte werden müssen, verkauft werden, verschleppt werden, verhungern ... oder oder oder ....

Und ich bin mir ganz sicher: Die, die jetzt am lautesten schreien, weil er erschossen wurde, wären auch die Schreier, wenn der Bär sich anstatt von Schafen mal ein Kind geschnappt hätte.

Susanne Ackstaller am Dienstag, 27. Juni 2006 um 16:56 Uhr

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Kommentare

  1. Klar. Man kann es „den Leuten” nie recht machen. Sollte man auch nicht versuchen, das hält nur auf. Vielleicht hätte man den Bären auch einfangen können, aber wie du schon sagtest, beim ersten Personenschaden wäre es eh vorbei gewesen. Und der wäre schon noch gekommen.

    Melody am Mittwoch, 28. Juni 2006 um 18:42 Uhr
  2. Wo schreit ihr denn jetzt, wenn im Libanon die Leute sterben - zum Beispiel. Ist ein Menschenleben denn nicht auch ein Bärenleben wert?

    Susanne Ackstaller am Freitag, 04. August 2006 um 01:26 Uhr

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