Ich bin Unternehmerin.

Und ich bin es gerne. Sehr gerne sogar. Manchmal frage ich mich, wie ich es eigentlich acht Jahre als Angestellte ausgehalten habe - mit all den Chefs, Chef-Chefs und Chef-Chef-Chefs, die ich mir nicht ausgesucht hatte, sondern die einfach da waren und das Sagen hatten. Ob sie nun was zum Sagen hatten oder nicht ...

Ich liebe es eigenveranwortlich zu handeln, zu arbeiten, zu akquieren, zu schreiben - ohne irgendjemanden, der mir etwas vorschreibt, mal von den Kunden abgesehen. Ich liebe es, dass meine Leistung in direkter Relation zu meinem Bankkonto steht. Und ich liebe den Erfolg, der direkt bei mir landet, und nicht bei irgendwelchen Vorgesetzten, Leitern, Vorständen.

Aber manchmal da sehne ich mich dann doch ein klein wenig nach diesem bequemen Angestelltendasein zurück. Zum Beispiel, wenn ich mit knapp 39 Grad Fieber immer noch hier sitze, weil ich eine Deadline zu halten habe. Wenn ich mir ein Wochenende um die Ohren schlage, weil der Text am Montag fertig sein muss. Oder wenn ich am Freitagabend immer noch hier sitze - anstatt vor dem Fernseher oder bei einem guten Buch.

Dann denke ich mir schon manchmal: Mensch, so eine 35-Stunden-Woche (!!) samt Fixgehalt hat auch seinen Charme. Irgendwie.

Susanne Ackstaller am Freitag, 04. März 2005 um 22:09 Uhr

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Kommentare

  1. Ach quatsch. Das denkst du nicht wirklich. Das ist der Fieberwahn.

    Gute Besserung!

    Biggi am Samstag, 05. März 2005 um 01:15 Uhr
  2. Gute Besserung!

    Kirstin am Sonntag, 06. März 2005 um 11:25 Uhr
  3. Danke, ihr Zwei! Aber ich bin schon wieder gesund! So gings mir eher vor 10 Tagen, da saß ich hier tatsächlich mit gut 38 Grad Fieber. Leider war ich nicht krank genug, dass ich wirklich nicht mehr konnte - sondern nur so krank, dass ich mich zwar erbärmlich fühlte, das Pflichtbewusstsein aber noch da war ... ;-)

    Susanne Ackstaller am Sonntag, 06. März 2005 um 11:48 Uhr
  4. Biggi, du hast schon Recht: Nein, ich meine das nicht ernst! :-)

    Susanne Ackstaller am Sonntag, 06. März 2005 um 11:48 Uhr
  5. susi, du sprichst mir aus der seele. dieser flüchtige gedanke zum angestelltendasein kommt ab und zu, wenn man entweder krank ist und nicht „krank machen” kann. oder wenn man gern zwei wochen urlaub nehmen würde, um zum beispiel nen umzug in ruhe zu bewältigen. aber das geht - wie die grippe - vorbei ;-).

    annette am Sonntag, 06. März 2005 um 12:36 Uhr

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