Vom Leid berufstätiger Mütter Untertitel:

Vom Leid berufstätiger Mütter
Untertitel: Spinn’ ich oder träum’ ich?

Es war einmal ein kleines Mütterlein, das hatte zwei Kinder. Es war berufsstätig, allerdings selbstständig und im Homeoffice tätig. Es trug also weder Kostümchen noch eilte es gegen 7.30 Uhr ins Büro in der großen Stadt.

Nun trug es sich zu, dass auch das kleinere der zwei Kinder in den Kindergarten gehen sollte. Es war noch keine vier Jahre alt und damit für das oberbayerische Dorfverständnis eigentlich noch viel viel zu klein - aber das kleine Mädelein wollte gerne gehen und auch sein Mütterlein freute sich, denn das machte vieles einfacher.

So gingen denn das kleine Mädelein und sein Brüderchen in den Kindergarten. Nach den ersten drei begeisterten Tagen flaute die Freude etwas ab, und das kleine Mädchen weinte etwas, wenn die Mutter es im Kindergarten zurück liess. Die Mutter hatte natürlich - wie es sich für gute Mütter gehört - auch das entsprechende schlechte Gewissen.

Eines Morgens brachte der Vater die Kinder in den Kindergarten, denn die Mutter hatte viel Arbeit zu erledigen. Im Kindergarten brach das kleine Mädchen in Tränen aus und wollte nicht bleiben. Es weinte und weinte, so dass die Kindergärtnerin sich erbarmte und es dem Vater wieder mit nach Hause gab, auf das es die Mutter liebkose und selbst betreue.

Als der Vater und das Töchterlein wohlgelaunt wieder zu Hause waren, wurde das Mütterlein nicht nur fast vom Schlag getroffen, nein, es traf es sich außerdem so unglücklich, dass die Mutter tatsächlich keine Zeit für das Töchterlein hatte. Und so musste der arme Vater sich Urlaub nehmen, damit das Kind keinen Unfug treiben konnte.

Und die Moral von der Geschicht’: Bringe als berufstätige Mutter deine Kinder immer im Kostüm in den Kindergarten, damit klar ist, dass du berufsstätig bist und vielleicht auch den ein oder anderen Termin hast!!!

Susanne Ackstaller am Freitag, 05. September 2003 um 10:26 Uhr

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