Wenn ich amerikanischer Präsidentschaftskandidat wäre,

dann wäre ich froh und glücklich, dass heute heute ist. Endlich! Denn ich mag mir gar nicht ausmalen, wie sich 1,5 Jahre Wahlkampf anfühlen - mir reichten schon sechs Wochen im Frühjahr. Und da ging es nur um Gemeinderat und Kreistag!

Wie die meisten Menschen, die ich kenne, favorisiere ich Barack Obama. Er scheint mir wirklich für den Wechsel zu stehen, den die ganze Welt geradezu ersehnt. Und: Es wird Zeit, dass nach so vielen Jahrzehnten, fast Jahrhunderten, weißer Präsidentschaft nun ein Schwarzer dieses Amt übernimmt. Doch, das halte ich für ein wichtiges Zeichen und einen weiteren Schritt auf den Weg zu einer Gleichberechtigung, die nicht nur die USA betrifft. Und nicht nur Schwarz und Weiß.

Ein wenig messe ich ihn übrigens auch - und McCain ebenso - an seiner Ehefrau: Wer emanzipiert genug ist, für eine moderne, gleichberechtigte Ehe, für eine kluge, selbstbestimmte Ehefrau, für eine Partnerschaft, die beiden zumindest annähernd die gleichen Möglichkeiten einräumt - der hat viele wichtige Fähigkeiten schon bewiesen: Die Fähigkeit, sich selbst nicht als das Maß aller Dinge zu sehen. Sich konstruktiv auseinander zu setzen. Auf den anderen zuzugehen. Und über den eigenen Tellerrand zu schauen.

Und weil es so wunderbar passt und ich mir doch zumindest eine kleine Revolution erhoffe, ist hier Tracy Chapman:

Großartiges Lied. Großartige Frau. Großartige Sängerin.

Wollen wir hoffen, dass der nächste US-Präsident Obama heißt und genauso großartig wird.

 

Susanne Ackstaller am Dienstag, 04. November 2008 um 00:01 Uhr

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