Susanne Ackstaller am Sonntag, 08. Mai 2005 um 00:17 Uhr
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Vor sechzig Jahren war er also vorbei, dieser schreckliche Krieg.
Ich habe die Berichte in den letzten Wochen mit Interesse verfolgt. Und mit Tränen. Insbesondere die Schilderungen der Flüchtlingstrecks aus Ostpreußen ... Ich wage mir nicht vorstellen, wie es sein muss, mit Kindern so etwas durchmachen zu müssen. Wie man sich fühlt, sein erfrorenes Baby am Wegesrand liegen zu lassen. Für die Kinder nicht zu essen zu haben. Das letzte Flüchtlingsschiff nicht zu erreichen oder unter Lebensgefahr über die gefrorene See zu fliehen ...
Ich hoffe nur, dass so etwas nie nie nie wieder geschieht. Und weiß doch, dass es immer und immer wieder geschehen wird, vielleicht nicht in Europa, aber doch irgendwo auf dieser schrecklich-schönen Welt.
Meine Mutter war auch ein Flüchtlingskind. Manchmal - selten - bitte ich sie, davon zu erzählen: Mit dem Viehtransport wurden sie aus Böhmen vertrieben. Mein Opa war in Kriegsgefangenschaft, meine Oma ganz alleine mit ihr und meiner Ur-Großmutter unterwegs. Noch in den letzten Kriegstagen hatte sie sich den Arm gebrochen, da eilte meine Oma mit ihr im Leiterwagen durch den Wald, in dem gerade geschossen wurde, ins nächste Krankenhaus. Dort - so hat man ihr eingebläut - durfte sie auf keinen Fall etwas sagen, damit das tschechische Krankenhauspersonal nicht merkte, dass meine Mutter und meine Oma Deutsche waren ...
Erst einmal war meine Mutter seitdem in Ulrichschlag bei Neuhaus, wo ihr Elternhaus steht. Und ich - ich war noch nie dort. Ich sollte mal hinfahren, bevor sich niemand mehr erinnert ...
Susanne Ackstaller am Samstag, 07. Mai 2005 um 16:03 Uhr
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dass ich Kochbücher liebe ...? Auch wenn meine Kinder am Liebsten jeden Tag Fischstäbchen und Pfannkuchen esssen (würden) - einem spannenden Kochbuch kann ich nur mit Mühe widerstehen ...
Susanne Ackstaller am Freitag, 06. Mai 2005 um 11:34 Uhr
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Bloß weil hier nichts steht, heißt das nicht, dass mein Leben langweilig wäre. ;-) Im Gegenteil. Es ist schon fast zu viel los, und da geht es mir so wie am Buffet: Ich kann mich nicht entscheiden. Und nehme/schreibe dann einfach gar nichts.
Ohnehin habe ich zur Zeit wenig Lust zum Bloggen. Alles erscheint mir zu privat, zu kompliziert, zu flüchtig oder auch zu banal. Ich bewundere die Blogger, die ihr Weblog jeden Tag mit spannendem Alltag füllen. Ich kann das nicht. Und will auch irgendwie gar nicht. Zur Zeit zumindest.
Das kommt vielleicht wieder. Oder auch nicht.
Susanne Ackstaller am Freitag, 06. Mai 2005 um 11:16 Uhr
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und ich merke es jetzt erst - oder nimmt die (völlig unberechtigte) Anspruchshaltung gegenüber Blogs in letzter Zeit zu?
“Schreib nicht so kurz - ich will mehr!” - “Schreib schlauer, du Dummchen!” - “Schreib ohne Fehler, du bis doch Texterin!” ... dieses Gequake belustigt im besten Fall. Oder nervt.
Ich spar mir jetzt den üblichen Sermon, dass hier niemand lesen MUSS, dass das hier MEIN Blog ist und dass ich schreiben darf, was ICH WILL.
Denn das sollte doch eigentlich so klar sein, wie die Sonne, die wunderbar auf meinen Schreibtisch scheint: Kein Tag also, um sich über irgendwelche Nobodys zu ärgern, die hier zufälligerweise aufgekreuzt sind und dann gleich rummaulen.
Susanne Ackstaller am Montag, 02. Mai 2005 um 12:08 Uhr
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