Der Papst undsoweiter.

Was soll ich sagen - außer: Ich bin enttäuscht.

Wer mich kennt oder hier schon länger liest, weiß, dass ich gläubige Katholikin bin. Nicht alles an der katholischen Kirche finde ich gut, manche Haltungen kann ich nicht nachvollziehen, einiges verstehe ich nicht - aber im Großen und Ganzen mag ich meine Kirche so wie sie ist. Das gilt - galt?? - auch für Papst Benedikt. Ich mochte ihn, soweit man jemanden mögen kann, denn man nicht persönlich kennt. Ich mochte ihn für seine Geradlinigkeit und Konsequenz auch in unbequemen Fragen. Ich mochte ihn dafür, dass er als Papst viel weicher und “menschlicher” schien als als Kardinal. Ich mochte ihn für seinen Intellekt und seine Schlichtheit. Natürlich mochte ich ihn auch, weil er Bayer ist, weil er aus Freising kommt und nach Freising kam und weil ich die Orte kenne, die er kennt. Ich mochte ihn dafür, dass unser Pfarrer, der ihn persönlich kennt, sympathische kleine Anekdoten über ihn erzählte.

Um so mehr irritiert mich jetzt diese Re-Integration von Holocaust-Leugner in die Kirche. Ich verstehe es nicht. Ich verstehe es wirklich nicht. So sehr ich mich bemühe. Was denkt sich Papst Benedikt dabei - denn dass er sich dabei etwas denkt, ist für mich unstrittig, ebenso wie, dass er selbst weder Judenhasser noch Holocaust-Verleugner ist.

Sicher: Die Einheit der Kirche ist (ihm) wichtig. Aber um jeden Preis? Das ist nicht richtig, definitiv nicht.

Susanne Ackstaller am Mittwoch, 04. Februar 2009 um 00:08 Uhr

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