Es musste so kommen.

Bayern und Katholiken waren ja immer schon einen Witz wert, und ein bayerischer Papst in Bayern natürlich erst recht. Warum das so ist? Ich weiß es nicht. Und ich verstehe es auch nicht.

Aber eines weiß ich wohl: Dass die wenigsten Deutschen öffentlich über den Islam, das Judentum oder andere Religionen lästern würden. Wäre ja auch “not pc”. Aber wenn sich Bayern über den Besuch des Papstes freut, dann ist kein Witz zu lästerlich. Ich finde das sowas von daneben.

Als ich in Hamburg war, am letzten Wochenende, meinte eine sehr nette Kollegin: “Na, bist wohl froh, dass du dem Papst entkommen bist ...?!” - und bekam große Augen, als ich mit “nein” antwortete. Dass es moderne gläubige bayerische Katholikinnen gibt, hat sich anscheinend noch nicht rumgesprochen. Passt ja auch nicht zum praktischen Dumpfbacken-Image, das man uns Bayern gerne aufdrückt.

Susanne Ackstaller am Dienstag, 12. September 2006 um 17:09 Uhr

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