Neues von der Landmädelfront

Ja, wir sind ein tierliebender Haushalt. Damit meine ich nicht nur unsere vielgeliebten Katzen, nein, auch sonst wird hier (fast) alles gehegt und gepflegt, was vorbeikriecht, -läuft, -krabbelt - und -fliegt. Weinbergschnecken werden vorsichtig vom Rasen getragen, bevor ich mähe. Heuschrecken fangen wir ein und tragen sie nach draußen. Selbst Mäuse versuchen wir zu retten, auch wenn das nicht immer optimal läuft ... Und auch die Hornissen in unserer Kastanien haben wir stoisch ertragen, sie sterben im Winter dann ja eh ab. Nur Nacktschnecken und Wespen ... tja, da sind wir nicht ganz so tolerant - aber irgendwo muss ja auch mal Schluss sein, gell.

Doch die kleine Meise, die sich gestern in unsere Küche verirrte, hat mein Herz auf besondere Weise angerührt. Piepsend saß sie auf dem hohen Glasschrank und fand leider die offene Balkontür nicht. Auf einem Stuhl balancierend legte ich vorsichtig meine Hand auf den Vogel, die andere schob ich darunter. Ängstlich guckte mich das Vögelchen an, piepste gar jämmerlich. Unglaublich, wie weich Vogelfedern sind ...

Ich habe ihn dann in die Eiche vor dem Küchenbalkon gesetzt, ihm noch zugeschaut, wie er um sich blickte und schließlich in die Freiheit flog ...

Susanne Ackstaller am Dienstag, 29. Juli 2008 um 12:45 Uhr

Leben | Permalink | Druckversion | 2694 Aufrufe

Nächster Eintrag: Schon sehr sehr lang und immer wieder

Vorheriger Eintrag: Heimat.