Vom Charme des Alltags

Beim Texttreff wird gerade intensiv über seinen Sinn und Zweck und überhaupt diskutiert. Julia findet es total bescheuert. Und insgesamt ist es wirklich interessant, ja, erstaunlich, wie sehr twitter polarisiert: Für die einen sinnlose bis doofe Zeitverschwendung, für die anderen der Vorgeschmack des Web 3.0. Ich gehöre zu letzteren.

Das liegt wiederum vermutlich daran, dass ich die Würze der Kürze mag (sieht man ja auch an meinen Blogpostings), neugierig bin und gleichzeitig ein ziemliches Talent im Ausblenden von Dingen oder Menschen habe, die mich nicht interessieren, nerven oder sonst irgendwie doof sind. Das ist im real life so (da wundere ich mich oft, über was sich Menschen so alles ärgern ...) und im virtuellen auch. Einzig dem Dummschwätz bei Xing gelingt es regelmäßig, mich zur Weißglut zu bringen und meinen Puls in ungeahnte Höhen zu treiben.

Bei twitter hingegen mag ich gerade das Einprasseln unterschiedlichster Eindrücke. Dass selbst Alltägliches durchs Aufschreiben etwas besonderes bekommt. Und das schönste ist ja: Man kann sich jederzeit ausklinken! Bitte, noch bequemer geht es doch gar nicht, wenn ich da an die ältere Dame denke, die mir heute im Zug unbedingt ihre letzten Einkaufserlebnisse erzählen wollte. Bei der fehlte definitiv der Ausschaltknopf, das Log-out oder die Möglichkeit zum Entfollowen ... ;-)

Susanne Ackstaller am Dienstag, 27. Januar 2009 um 19:16 Uhr

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