Leben


Verwunschen. Oder: Die Welt hinterm Haus

 

Susanne Ackstaller am Montag, 09. Juni 2008 um 00:30 Uhr

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Die Milch macht’s

Ich lebe auf dem Land. Meine Schwiegereltern waren Bauern, mein Mann - im ersten Beruf Steuerberater - ist offiziell Nebenerwerbslandwirt. Nein, wir haben kein Vieh, von ein paar sehr glücklichen Hühnern auf dem schwiegerelterlichen Hof abgesehen, die die leckersten Eier legen. In dem kleinen Dorf gibt es ohnehin nur noch zwei Milchbauern, die anderen haben - wie meine Schwiegereltern - schon vor vielen vielen Jahren ihr Milchkontingent verkauft.

Die Milchpreise beobachtete ich schon lange mit Sorge, denn ich weiß, dass hier in Bayern, wo es viele Kleinbauern, aber kaum große - und dadurch auch wirtschaftlichere - Güter wie im Norden gibt, kaum noch Landwirte davon leben konnten. Oft habe ich bewusst die teurere Milch gekauft, weil mir die billigste einfach zu ... billig war. 39 Cents für den Liter im Verkauf - bitte, was mag der Bauer dann wohl noch kriegen? Nein, diese Preise fand ich geradezu unmoralisch ...

Deshalb freut mich dieser Sieg der Milchbauern über die großen Lebenmittelkonzerne und die gesamte Branche. Zeigt er doch, dass auch die “Kleinen” Macht haben und etwas ändern können, wenn sie sich solidarisieren.

Und das macht Mut - jedem von uns.

Susanne Ackstaller am Donnerstag, 05. Juni 2008 um 20:55 Uhr

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Randnotiz

Textblog twittert jetzt auch.

Susanne Ackstaller am Donnerstag, 05. Juni 2008 um 10:49 Uhr

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Indie und ich.

Draußen haben wir ja gerade mal wieder einen kleinen, selbstverständlich völlig ungefährlichen Reaktorunfall, da fand ich ein wenig leichte Muse ganz passend: Mein Kinobesuch von heute - der neue Indiana Jones.

k1 und kv wollten eigentlich so ganz unter Männern ins Kino. “Nixda!” - dachte ich und ging einfach mit. Und was soll ich sagen außer “toll!?! Die Kritiken vorher hatten mich schlimmes befürchten lassen, stattdessen fand ich den Film super spannend und sehr unterhaltsam. Und Harrison Ford (mit 66!) immer noch unglaublich attraktiv. Doch, mit dem würde ich mich durchaus auch mal den Amazonas runterspülen und fast in ein Raumschiff saugen lassen. Zugegeben, auf Riesenameisen könnte ich allerdings verzichten.

Also, Harrison und Steven - falls ihr meinen Textblog lest: Beim nächsten Film würde ich durchaus die weibliche Hauptrolle übernehmen (Nebenrollen sind nicht so meins).

Susanne Ackstaller am Mittwoch, 04. Juni 2008 um 23:08 Uhr

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Der bayrische Größenwahn.

Ja, hier in Bayern ist die Welt ein bisschen ... toller. Der Himmel ist blauer, die Wolken weißer, die Pro-Kopf-Verschuldung niedriger, die Arbeitslosigkeit sowieso. Die Autos sind schneller, die Flughäfen imposanter - ja, und fast hätten wir ja auch noch einen Transrapid gekriegt, weil selbstverständlich auch die Züge bei uns schneller fahren.

Natürlich sind auch die Schulen besser, das Abi schwerer, die Kinder schlauer. Und damit aus kleinen Kindern möglichst frühzeitig die zukünftigen Leistungsträger herausgefiltert werden, darf nicht jedes Kind auf ein Gymnasium, ja, noch nicht mal auf die Realschule - nein, hier wird gründlichst gesiebt, damit auch möglichst viele im Sieb hängenbleiben. Die Grausamkeit dieses Verfahrens scheint niemanden zu interessieren, und der Sinn erschließt sich mir auch nicht so ganz - denn letztlich besuchen ja auch Kinder aus anderen Bundesländern irgendwann Universitäten und Fachhochschulen, und ganz offensichtlich ebenso erfolgreich.

weiter ...

Susanne Ackstaller am Mittwoch, 04. Juni 2008 um 10:54 Uhr

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