05 / 2011


Rhododendron: Und er blüht doch!

Vor sieben Jahren haben wir unser wunderschönes Haus gebaut, vor sieben Jahren einen ebenso schönen Garten angelegt – sogar einen Preis haben wir damit gewonnen, oja! ;-)) Es ist kein Quadratisch-Praktisch-Gut-Garten, hier wächst kein britischer Rasen, sondern eher Klee, Löwenzahn und Gänseblümchen mit ein bisschen Gras dazwischen. Es ist ein verwunschener Garten, mit Ecken, Kanten, vielen alten Bäumen ... Die Kinder können Lager bauen, Indianer spielen, verstecken, klettern. Es gibt hier Blindschleichen, Salamander, Eichkätzchen ohne Ende. Und wir haben auch schon Skelette-Reste (vermutlich von einem Reh) in unserem Wäldchen hinterm Haus gefunden.

Idylle? Ja, absolut.

Als der Garten angelegt wurde (einen „Kultur-Teil“ gibt es nämlich auch), hatte ich drei Wünsche: Ich wollte Rosen, Pfingstrosen und Rhododendren. Ich bekam: Rosen. Pfingstrosen. Und Rhododendren - unter der alten Eiche neben meinem Büro. Eigentlich ein idealer Halbschattenplatz, wie gemacht für diese Pflanze – hieß es.

Im ersten Jahr nach der Pflanzung war auch alles gut: Der Rhododendron – eigentlich waren es sogar drei Pflanzen – wuchs, gedieh und blühte, dass es eine Freude war! Jahr zwei war auch noch relativ okay, ein bisschen weniger üppig vielleicht, aber immer noch war es eine Pracht aus Lila und Grün.

Im Jahr drei dann: DREI. MAGERE. BLÜTEN. Okay, kann ja mal sein, dachte ich. Die Witterung, der Winter, das Wetter. Wasweißich! Eine Pflanze ist ja keine Maschine, kein Computer, den man programmiert. Ich wartete also auf Jahr vier. Es kam, und: Wieder nix. Ich war irritiert. War der Platz doch nicht so ideal? Zu kalt, zu zugig, zu trocken, zu schattig? Ich versuchte Dünger (Spezialdünger!) – der MUSSTE doch helfen! Und wartete auf Jahr fünf.

Rhododendron-Blüten in Großaufnahme

Jahr fünf brachte keine Wende, leider. Das Ding wollte und wollte einfach nicht blühen! Sonst wuchs der Rhododendron prächtig, er war grün, üppig – aber ohne Blüten. Ich konsultierte eine Gärtnerin. Sie kam, überlegte, düngte erneut. Gemeinsam warteten wir nun auf Jahr sechs.

Nichts. NICHTS!!! Zwei Blüten auf drei riesigen Büschen! Nun wollten wir es wissen! Der Ehrgeiz der Gärtnerin war erwacht, es sollte doch möglich sein, diesen vermaledeiten Rhododendron zum Blühen zu bringen! Jetzt wurde geklotzt, nicht gekleckert: Diesmal wurde sogar die Erde um die Büsche ausgetauscht UND gedüngt. Wir warteten auf Jahr sieben - 2011.

Schon im frühen Frühjahr schöpfte ich Hoffnung. Der Rhododendron hatte Knospen. Nicht nur eine oder zwei – nein, viele! SEHR VIELE!! Er würde doch nicht blühen – oder würde er doch?!

Er blühte, und holte alles auf, was er uns in den letzten Jahren vorenthalten hatte. So schön!

Ich mach jetzt mal ganz schnell ein Foto davon, falls er nächstes Jahr wieder rumzickt. Als Beweisfoto, dass er’s kann. Das Blühen.

Und was ist eure Lieblingsblume oder Lieblingsblumengeschichte? Oder eure Lieblingsgartengeschichte? Erzählt doch mal!

(Ach, und wer übrigens mehr Gartenerlebnisse lesen möchte, der klicke hier auf Petras Garten-Blog „Bauerngartenfee.de”.)

Susanne Ackstaller am Dienstag, 24. Mai 2011 um 12:37 Uhr

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Tags: rhododendronrhodendron blüht nichtpflegegartenazalee

Erdbeeren: Rezept nach Großmutters Art.

Anders als meine Kinder war ich ein Kind, das gerne aß – von Tomaten (vielleicht sind es die Gene?), Sellerie und Spargel mal abgesehen. Besonders gerne die Süßspeisen, die meine böhmische Oma ab und an kochte. So gab es häufiger mal Liwanzen (ein leckerer Hefepfannkuchen, den man mit geschmolzener Butter begoss und Zucker darauf streute ) oder auch Stopperle*, Nudeln aus Kartoffelteig, die es mit Zucker und gebräunten Semmelbröseln gab, oder natürlich Aprikosenknödel galore! Erwähnte ich, dass ich ein pummeliges Kind war?! :-D

Eine meiner Lieblinsspeisen an warmen Frühlingstagen war allerdings Erdbeergmatsch: Süße reife Erdbeeren wurden zerdrückt, dann mit Zucker bestreut und mit Milch übergossen. Dazu gab es dann Schwarzbrot, das in ein kleine Stücke zerteilt und eingetunkt wurde, bis es sich mit dem süßen erdbeerigen Matsch voll gesaugt hatte. Wie schön war es an heißen Tagen nach der Schule bei meiner Oma am Tisch zu sitzen und wunderbar kühles Erdbeergmatsch satt zu essen.

Hier also noch mal das Rezept:

500 Gramm reife Erdbeeren zerstampfen
dann Zucker drüberstreuen
und Milch darüber gießen
und Schwarzbrot dazu reichen.

Fertig. Eigentlich das perfekte Rezept für Workings Moms mit wenig Zeit. So wie mich.

 

 

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Susanne Ackstaller am Montag, 23. Mai 2011 um 12:31 Uhr

Essen | 13 Comments (11907) | Permalink


Ich nenne es: My daily Kochdrama

Du hast Kinder, die Gemüse lieben, sich ohne tägliches Murren an den Mittagstisch setzen und selbst bei Gemüseauflauf noch einen Nachschlag wollen? Dann sei froh, danke Gott von Herzen und genieße dein Glück jeden Tag (wage es aber nicht, mir in den Comments Erziehungstipps zu geben, darauf könnte ich empfindlich reagieren. ;-))!

Ich hingegen habe wohl die heikelsten drei Esser Deutschlands abgekriegt: Nudeln mit Tomatensoße? Iiiiii, da sind ja Tomaten drin. Mit Sauce Bolognese? Iiiiii, da sind ja auch Tomaten drin. Und Zwiebel. Und so komische Kräuter. Lasagne? Iiiiii, da ist ja Sauce Bolognese drin und Käse drauf! Gemüse? Iiiiii, das besteht ja aus Gemüse und das ist gesund! Manchmal habe ich Glück, und zwei von drei mögen etwas: Kartoffeln. Reis. Nudeln. Griesbrei. Aber da ist immer noch dieses eine Rest-Kind, das dann die Kartoffeln, den Reis, die Nudeln, den Griesbrei nicht mag und mit Grabesmiene am Küchentisch sitzt – und mir die Laune vergällt.

Was komischerweise bei allen Dreien geht, ist Nudelsuppe mit Frühlingsgemüse. Nein, ich verstehe das auch nicht, aber ich bin dankbar dafür und genieße die Phase, solange sie anhält. Bei Käse habe ich manchmal mit Parmesan Glück, manchmal aber auch wieder nicht. Mozzarella wird gerne auf Pizza gegessen, Tomaten mit Mozzarella sind hingegen ... aber lassen wir das. (Eigentlich logisch, denn da sind ja auch wieder Tomaten drin. Was für Pizza natürlich auch gilt, aber vielleicht haben die Drei es da noch nicht gemerkt, hm??)

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Susanne Ackstaller am Sonntag, 22. Mai 2011 um 19:16 Uhr

Essen | 6 Comments (5220) | Permalink


Ein Nachmittag im Mai.

Klingt wie ein Kitsch-Roman? Fühlt sich auch so an! :)

Die Kinder: im Wasser, ewig und freudestrahlend. Ich: draußen. Lesend. Genießend. Entspannt. Dazwischen Äpfel geschnitten und Kekse verteilt. In der Abendsonne heimgeradelt.

Schön. :-)

Susanne Ackstaller am Samstag, 21. Mai 2011 um 17:45 Uhr

Leben | 2 Comments (2940) | Permalink

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