10 / 2012


Münchens unbekannte Ecken.

6,4 Millionen Besucher. In Worten: Sechs Komma Vier Millionen. 6,4 Millionen Menschen also haben 6,9 Millionen Mass Bier getrunken und 523 Tausend Hendl verspeist. Sie haben München 16 Tage lang zu einer Art überdimensionalen Musikantenstadl gemacht, ins Verkehrschaos gestürzt und die Hotelpreise nach oben getrieben. Und das alles nur wegen ein bisschen Riesenrad, Achterbahn, Lebkuchenherzen und Wiesnbier. Ja, ich gestehe: Die weltweite Wiesn-Euphorie ist mir seit jeher ein Rätsel, aber ich würde auch nicht am Times Square Silvester feiern und am Brandenburger Tor Fußball gucken wollen.

Dabei hat München so viele schöne Ecken. Menschenleere. Dirndl-, lederhosen- und sepperlhutfreie. Diese Orte sind vielleicht nicht ganz so bekannt wie das größte Volksfest der Welt, aber nicht minder schön. Und vor allen Dingen: Sie sind echtes München. Kein Trachtentheater für Italiener, Japaner und „Preisn“. ;-))

Da wäre zum Beispiel das Holzkarusell am Chinesischen Turm – für einen Hauch von Oktoberfest ganz im Kleinen. Handgeschnitzte Tierfiguren drehen hier seit 1913 ihre Kreise. Oder ein paar Meter weiter das mehr als 100 Jahre alte Milch-Häusl an einem der Haupteingänge zum Englischen Garten, bei dem es im Sommer bayrische Öko-Schmankerl und im Winter heiße Suppe gibt. Oder die Fürstengruft in der Fußgängerzone (!) zwischen Marienplatz und Stachus, in der – unterhalb von St. Michael – König Ludwig aka „Kini“ ruht. Wer’s wissenschaftlicher mag, für den könnte das DNA-Besucherlabor im Deutschen Museum einen Abstecher lohnen. Ich persönlich besuche ja auch alte Friedhöfe gerne: die Ruhe, der Geruch nach Bäumen, Sträuchern und Moder - so wie beim Alten Nördlichen Friedhof inmitten von Schwabing oder auch beim Bogenhausener Friedhof, in dem Künstler wie Liesl Karlstadt und Erich Kästner begraben liegen. Und zum Abschluss eines München-Tages dann Entspannen in Deutschlands wohl schönstem Jugendstilbad, dem Müllerschen Volksbad, wo ein original römisch-irisches Dampfbad zum Schwitzen einlädt.

Wer nun Lust auf München bekommen hat, der könnte bei der Hotelsuche im Portal Lastminute.de* fündig werden. Dann freut sich nicht nur der neugierige München-Besucher auf unbekannte Ecken, sondern auch der Geldbeutel.

*Werbelink

 

Susanne Ackstaller am Mittwoch, 24. Oktober 2012 um 09:12 Uhr

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Tags: weltstadt mit herzunbekannte eckenoktoberfestmünchen

In the Land of the Nebelsuppe

Über meine (fast) täglichen Abendspaziergänge habe ich ja schon oft gebloggt: Hier und da und dort auch. Ein bisschen sind sie schon fast zur Sucht geworden, diese Spaziergänge, denn „ohne” fehlt mir was. Und so gehe ich los, sobald die Sonne sich neigt, denn in die Dämmerung hinein laufe ich am liebsten. Bei klarem Himmel, bei Regen und Sturm, Schnee, und ja, natürlich auch im Nebel. Das ist dann schon ein bisschen Edgar-Wallace-like - aber letztlich doch ein eher angenehmer Grusel (wobei ich heute tatsächlich über Pfeffersprays nachdachte), und das Heimkommen umso schöner ...

Susanne Ackstaller am Samstag, 20. Oktober 2012 um 20:18 Uhr

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Tags: spaziergangnebelampertal

Kuschel-Kuh!

Cat Content war gestern! Heute wird in neuen, anderen, größeren Dimensionen gekuschelt!

Ich finde ja, Steiff könnte hier ruhig mal vorbeikommen und sich hier inspirieren lassen ...

Susanne Ackstaller am Donnerstag, 18. Oktober 2012 um 16:59 Uhr

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Eine Kreuzfahrt, die ist lustig, eine Kreuzfahrt, die ist schön ... oder?

Draußen graut der Herbst mit böigem Regen und tiefhängenden Wolken vor sich hin. Drinnen ist Wolljacke und heißer Chai Latte. Der erste richtig richtige Herbsttag, wie ich finde ...

Unser Kastanienbaum verliert Blätter en masse, Eicheln hageln auf den Holzbalkon. Und eigentlich müsste ich den Garten schön langsam winterfest machen (wie das die Nachbarn schon so fleißig tun) oder zumindest mal das Laub zusammenrechen, bevor es anfängt auf dem Rasen zu modern. So sehr ich den Herbst mag – und ich mag ihn wirklich, gerade auch für sein schlechtes Wetter –, so gerne denke ich dann auch an den Sommer zurück. An Wärme. Sonne. Strand. Baden. An den Geruch von Sonnencreme. Und Sand zwischen den Zehen.

Da war dieses Jahr (und auch die sechs Jahre davor) der Urlaub an der Ostsee, die uns mit wilden Wellen begrüßte. Genau wie ich es mag: Wind. Viel Wind. Nicht zu warm. Kleiner, schnuckeliger, übersichtlicher Strand. Mit Wolltroyer im Strandkorb sitzen und lesen. Und lesen und lesen! Zwischendrin mal einen Strandspaziergang machen und Muscheln sammeln. Erholung pur. Urlaub mit sich selbst, ohne Tamtam und Glitziglitzi.


Amalfi-Küste

Das Kontrastprogramm hatten wir im Jahr davor gehabt: eine Mittelmeerkreuzfahrt. Ich weiß nicht genau, woher der Einfall kam – aber plötzlich war die Idee da. Und ging nicht wieder weg. Wobei ich von Anfang meine Zweifel hatte, denn mit Menschenmassen kann man mich eigentlich jagen! Und auf einem Schiff mit mehreren tausend Passagieren ist ein Massenauflauf gar nicht zu vermeiden ... Aber eine Woche, dachte ich, einen Woche lassen sich auch Massen mal aushalten.

Wir haben also gebucht. Und landeten auf der MS Lirica, einem Kreuzfahrtschiff von MSC – nicht unbedingt die Premium-Klasse unter den Reedereien, aber auch nicht die Discount-Variante. Und dann ging es in den Pfingsferien los: Erst mit dem Flieger bis nach Genua – man fliegt dort sehr charmant vom Meer aus an und sieht erst kurz vor der Landung die Bahn – und dann mit dem Taxi weiter zum Hafen. Und dort am Check-in standen sie auch schon, die Massen, unter die wir uns dann für eine Woche mischen sollten: Italiener, Franzosen, Österreicher, Deutsche, Russen ... ein buntes Völkchen.


Korsika

Der erste Schock kam, als wir unsere Kabine betraten. Bzw. das Kabinchen. Sie war klein. Nein, sie war winzig. Sie war winzigklein. Geradezu ein Wunder an Raumsparung ... Und dabei hatte man uns sogar noch zu einem größeren Zimmerchen upgegradet als eigentlich gebucht (aus Mitleid vielleicht wegen der drei mitreisenden Kinder? ;-)). Der nächste Schock dann beim Abendessen: In Schichten! Wir waren die Frühschicht und mussten um 21 Uhr mit dem Nachtisch durchsein ... Wo bitte war das Traumschiff, wenn man es mal sehen möchte, hm? Dann die Ausflüge: Puh. Ein Almabtrieb ist nichts dagegen! Und das mir, die ich so gerne in Städten flaniere und mich treiben lasse! Am schlimmsten aber fand ich den MSC-Aufkleber, den jeder Ausflügler sichtbar am Shirt tragen musste, um nicht verloren zu gehen ...


Capri


Mallorca

Aber es gab auch schöne Momente: Die Fahrt mit dem Schnellboot nach Capri, auf der wir Delphine sahen – von der ganz wunderbaren Amalfi-Küste ganz abgesehen! Oder die Abende am menschenleeren Oberdeck, unter dem klaren Sternenhimmel (ich werde nie verstehen, warum 3.000 Menschen unter Deck bleiben, wenn man draußen Leuchttürme, Felsenküsten und Sonnenuntergänge sehen kann). Oder die Entenfamilie, die in Seelenruhe die Marseiller Stadtautobahn überquerte und den Verkehr zum Stillstand brachte. Doch, es gab auch Schönes. Und unvergessliche Bilder ...


Abends an Deck. Meine liebsten Stunden ...


Französische Küste

Wiederholen muss ich es dennoch nicht. Mal von einer Transatlantik-Überquerung mit der Queen Mary abgesehen, das würde mich durchaus reizen. Zehn Tage auf See, das ist sicher mal eine spannende Erfahrung! Mal gucken, ob expedia (neben Flügen) auch das im Angebot hat ...

(Hinweis: Der Artikel entstand in Zusammenarbeit mit Sponsored Posts)

 

Susanne Ackstaller am Montag, 15. Oktober 2012 um 18:57 Uhr

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Tags: urlaubreisenkreuzfahrt

CoWorking. Zum Ersten.

Seit mehr als zehn Jahren bin ich selbstständig. Und ebenso lange arbeite ich im Homeoffice. Das war - mit drei Kindern - über sehr viele Jahre auch eine wunderbare Lösung, die meine Berufsstätigkeit erst möglich gemacht hat.

Aber nun, die Kinder werden älter. Unabhängiger. Selbstständiger. Ihre Freiräume werden größer - mein Wunsch nach mehr Freiheit aber auch! So gärte es schon seit einiger Zeit in mir. Ich hatte es zunehmend satt, immer alleine - wenn auch in einem großartigen virtuellen Großraumbüro - vor mich hinzuwurschteln und mich eigentlich nur für den Empfang der Post überhaupt anzuziehen! Hingegen genoss ich es ungemein, in Cafés zu arbeiten (und war dort auch immer unglaublich produktiv!), beneidete Kolleginnen um ihre Bürogemeinschaften und wurde geradezu zappelig, wenn mir jemand von CoWorking erzählte. So wie es Maren getan hat.

Das war im Sommer, und es gingen noch viele Wochen und einige Monate ins Land. Aber heute war es soweit. Endlich. Mein erster Arbeitstag als CoWorkerin im Münchner Combinat 56. Und mein erster Arbeitstag in München überhaupt! Ich war richtig aufgeregt. Als würde ich einen neuen Job antreten. Ein wenig ist es ja auch so, zumindest was neue Kollegen angeht. Der Start war auf jeden Fall fulminant: Maren berichtete über ihre „Passion Project”, und stellte fest, dass jeder Mensch ein solches bräuchte. Ein unglaublich inspirierender Vortrag von einer sehr inspirierenden Frau. Danke!

Mein Plan ist es, alle zwei Wochen einen Tag hier im Combinat56 zu arbeiten. Ich bin gespannt, ob das so klappt!

Und: Ich freue mich darauf!

Susanne Ackstaller am Freitag, 12. Oktober 2012 um 15:31 Uhr

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Tags: münchenmaren martschenkocoworkingcombinat56